Gesund essen

Da fällt mir gerade direkt auf, dass die Überschrift doppelsinnig ist.

Wir können gesund essen um uns gut zu fühlen, aber wir können uns auch, wenn wir uns nicht gut fühlen, gesund essen und zum Besser-Esser werden. 

Paßt. Das gefällt mir. Und ich hoffe auch Dir gefällt das.

Der alte Hippokrates hat das ja schon vor mehr als 2000 Jahren gewusst, dass die richtige Nahrung Medizin ist und die richtige Medizin ist Nahrung.

Grundsätzlich hat gesundes essen jetzt mal nichts mit der Ernährungsform zu tun. Sehr wohl aber damit, was in der jeweiligen Ernährungsform an Nahrungsmitteln enthalten ist. Wenn also, wie jahrzehntelang propagiert, LowFat der Favorit ist, dann fragt sich eben auch, wie eine „Light-Sahne“ mit nur 7 g oder 16 g Fett wohl dazu gebracht wird, schlagfähig zu sein. Und warum hat Magerkäse immer so ein wenig Ähnlichkeit mit einer Plastikscheibe?

Einfacher gesagt: wenn natürliche Lebensmittel um natürliche Eigenschaften beraubt werden (auf industrielle Weise), dann muss andererseits da auch wieder etwas hinein, damit es möglichst so ähnlich wie das Original wird. Und genau diese Zusätze sind es, die uns schaden. Der natürliche Fettgehalt eines Lebensmittels dürfte um einiges besser für unseren Körper sein, als die Emulgatoren und Bindemittel die zugefügt werden müssen, weil die Industrie dem Lebensmittel das Fett entzieht.

Es gibt aber auch noch andere Faktoren die unser Essen verfälschen. Ich mag lieber einen Erdbeer-Joghurt, den ich mir aus gutem vollfetten Joghurt mit frischen Erdbeeren zubereite, als einen aus dem Lebensmittelregal in dem Erdbeeraroma aus Holzspänen enthalten ist. Gleiches gilt für frisch gemahlene Vanille, statt „Vanille-Aroma“. Klar steht da oft drauf, das es natürliche Aromen sind. Aber die Holzspäne oder schlimmer noch, Schimmelpilze die für die Aromenherstellung benutzt werden, sind auch natürlich. Aber auch gesund?

Wusstest Du, dass über Aromen und Zusatzstoffe nicht nur Geschmack vorgetäuscht wird, sondern eine gezielte Manipulation in unserem Körper stattfindet?
Manche Substanzen sprechen Suchtzentren in unserem Hirn an, andere beeinflussen unser Hormonsystem und beides beeinflusst sowohl unser Gewicht wie auch unser Essverhalten bzw. möglichen Heißhunger.

Welche Ernährungsform wir für uns wählen bzw. die richtige für uns ist, ist sehr individuell und von vielen Faktoren abhängig. Deshalb beginnt auch jede gute Ernährungsberatung mit einem sogenannten Anamnese-Bogen der Ist-Situation.

Das Entscheidende ist weniger die Ernährungsform, als die Qualität ihrer Inhalte und der Nährstoffe, mit denen wir unsere Zellen und unseren Körper versorgen. Bei schlechter Qualität können wir noch so viel essen, und trotzdem „verhungern“. Nein, wir fallen nicht tot um, wie die armen Menschen in den Hungerregionen der Welt. Statt dessen werden wir kugelrund und krank, was dann irgendwann auch dazu führt, das wir tot umfallen. Nur sind wir dann fetter, als diejenigen die aus Not verhungern.

Was wir brauchen, ist nicht nur die für uns individuelle Ernährungsform mit der richtigen Kombination wertvoller Nährstoffe, sondern auch bei allem was wir essen, die Bezeichnung „BQ für Best Quality“.

Also bestmögliche Qualität der Lebensmittel. Und die finden wir am wenigsten in industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln mit Zutatenlisten die länger (und möglichst klein geschrieben) sind, als ein ganzes Boccuse Kochbuch.

Hast Du es bemerkt?

Ich unterscheide Lebensmittel – Mittel zum Leben und damit BQ und Nahrungsmittel die uns nur füllen sollen, dafür aber wenig bis nichts, von dem enthalten was wir brauchen. Schlimmstenfalls enthalten Nahrungsmittel auch noch Stoffe die uns regelrecht schädigen. 

Was wir am wenigsten brauchen, sind Zucker und Kohlenhydrate. Deshalb enthalten alle Ernährungsformen die Du hier findest, keinen Industriezucker und nur wenige Kohlenhydrate. Wie wenig Kohlenhydrate ist dann wieder...

...genau – sehr individuell

Heute wissen Ernährungsexperten dass unser größtes Problem „Diabetes mellitus also Typ II – sowie die Alzheimer-Krankheit, die  verschiedentlich inzwischen als Diabetes Typ III bezeichnet wird – sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht“,allesamt „angefressen“ und damit vermeidbar sind.

Das sind sie nicht, weil Menschen wie Du und ich zu willensschwach oder undiszipliniert sind, sondern weil uns lange Zeit etwas Falsches erzählt wurde. Je mehr LowFat wir in den letzten Jahrzehnten gelebt haben, um so dicker und kränker wurden die meisten Menschen.

Ein weiterer Grund sind die erwähnten Manipulationen der Lebensmittelkonzerne, die mit vielen Substanzen die sich hinter den E-Nummern verstecken, Einfluss auf unser Hormonsystem und unser Ess-Verhalten nehmen.

Das Beste, was wir also unabhängig von der gewählten Ernährungsform für uns und unseren Körper tun können ist: möglichst unverarbeitete und natürliche Lebensmittel für uns auszuwählen.

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