Wie Selen bei Hashimoto hilft und Schübe verhindern kann

Vorteile von Selen bei Hashimoto

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Selen Mangel ist der häufigste Nährstoffmangel bei Hashimoto

Dabei kann die Behebung dieses Mangels einen gewaltigen Unterschied machen, ob und wie wohl du dich fühlst. 


Die ausreichende, nein besser die gute Dosierung einer Selen-Ergänzung kann nachweisbar die Antikörper senken und so auch Schübe verhindern. Mehr als die Hälfte der Frauen, mit denen ich in meinen Kursen und 1:1 Guidings zusammenarbeite, fühlten sich deutlich besser, nachdem sie regelmäßig Selen eingenommen haben. Auch Angstgefühle und Panikattacken wurden deutlich seltener. 

Kleiner Exkurs zu Hashimoto Schüben 

Ein Schub ist so ähnlich wie die Entstehung von Hashimoto selbst. Ursache ist eine aktuelle Entzündung der Schilddrüse. Die normale Reaktion des Körpers ist es, Entzündungen abzuwehren und Antikörper auf die Entzündung loszulassen. Bei einer Autoimmunerkrankung wie Hashimoto richten die sich aber dummerweise gegen den eigenen Körper und in diesem Fall gegen die Schilddrüse, die wieder mal ein Stück zerstört wird. 


Das zerstörte Gewebe enthält jedoch viele Hormone, die dein Körpersystem wie eine kleine Flut überrollen, was dann zu ähnlichen Symptomen führt, wie die einer Überfunktion. Du fühlst dich zittrig, aufgedreht, unkonzentriert, hast vielleicht Herzrasen und Angstgefühle. 

Deshalb wird deine L-Thyroxin-Dosis immer weiter hochgeschraubt

Nach so einem Schub ist die Schilddrüse wieder etwas kleiner geworden und produziert weniger Hormone als vorher. Du rutschst in die Unterfunktion und das stärker als vor dem Schub. Damit die Einstellung wieder stimmt, verordnet dir dein Arzt eine höhere Dosis an L-Tyhroxin. 


Was den Schub verursacht hat, interessiert niemanden und du kannst schon auf den Nächsten warten. 

Selen hilft dir, die Ursachen zu überwinden und Schübe zu verhindern

Selen wirkt z. B. entzündungshemmend. Eine entzündungshemmende Ernährungs- und Lebensweise kann so einer Entzündung der Schilddrüse vorbeugen. Dazu senkt Selen die Schilddrüsen-Antikörper. Da ist es schon fast logische Konsequenz, dass mit ausreichender Selenversorgung auch das Risiko für Schübe deutlich sinkt. 

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Was hat Selen mit Schilddrüsen-Gesundheit zu tun?

Selen ist ein wichtiges Spurenelement und Antioxidans. Es wird für eine optimale Synthese und gesunden Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone benötigt. Die Schilddrüse ist dabei das Körperorgan, was den höchsten Selengehalt pro Gramm Gewebe aufweist. 


Selen unterstützt die Umwandlung des inaktiven T4 Hormons in das vom Körper benötigte aktive T3 Hormon. Gleichzeitig schützt es die Zellen der Schilddrüse vor Schäden durch oxidativen Stress während der Umwandlung 

Mangel an Selen bei Hashimoto durch gluten- und getreidefreie Ernährung

Nein, ich spinne nicht und widerspreche mir jetzt auch nicht selbst. 


Eine gluten- und getreidefreie Ernährung verbessert nachweisbar die Symptome von Hashimoto und vermindert Autoimmunangriffe. Dennoch hat sich gezeigt, dass bei Menschen mit Zöliakie, die ebenfalls jegliches Gluten meiden, häufig ein Selen Mangel auftritt. Getreide und Produkte daraus enthalten Selen, bei Verzicht darauf wird weniger Selen über die Ernährung aufgenommen. 


Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass trotz guter Ernährung die Beschwerden nicht verschwinden und Antikörper nicht sinken, weil eben ein Mangel an Selen besteht. 

Die 3-Säulen Theorie über die Entstehung von Hashimoto

Nach dieser Theorie müssen 3 Ursachen vorliegen, die eine Autoimmunerkrankung wie Hashimoto auslösen. Eine genetische Veranlagung, Darmprobleme (insbesondere, undichter Darm) und ein oder mehrere Umweltauslöser. 


Bei fast allen Hashimoto-Betroffenen liegen Darmprobleme vor, die zusätzlich zu vielen anderen Beschwerden auch für Nährstoffmängel sorgen, da die Nährstoffe nicht richtig absorbiert werden können. 


Selen bei Hashimoto und Schübe

Wie Selen Mangel bei Hashimoto die Antikörper erhöht und einen Schub auslösen kann

Nach meiner Ursachenüberzeugung gibt es Ursachen, die wir nicht mehr beeinflussen können und solche, die wir positiv verändern können, um Beschwerden zu mindern. Bei diesen Ursachen führt ein Ignorieren dazu, dass sie weiter Beschwerden verursachen.


Das gilt auch für Selen bei einer Hashimoto-Erkrankung. Ein Selen Mangel kann sogar Hashimoto auslösen und wenn er nicht behoben wird, auch verantwortlich sein für Schübe. Ein Auslöser für die Entstehung von Hashimoto kann ein Missverhältnis zwischen Jod und Selen sein. Leider auch sehr stark begünstigt durch die künstliche Jodierung industrieller Lebensmittel, einschließlich des Jod-Salzes.

Zweischneidiges Jod

Im Gegensatz zu früheren Auffassungen, dass Menschen mit Hashimoto Jod vermeiden sollten, wissen wir heute, dass Jod auch für uns wichtig ist und ein Mangel schwere Folgen haben kann.


Einige Menschen haben durch die inzwischen überholten Empfehlungen einen Mangel an Jod entwickelt. Natürlich muss dieser ausgeglichen werden, denn die Schilddrüse braucht beide. Selen und Jod.


Eine gezielte Jodzufuhr, um Mangel auszugleichen, solltest du aber nicht wild experimentierend vornehmen. Es muss sichergestellt sein, dass keine aktive Schilddrüsenentzündung vorliegt, denn dann ist Jod das reinste Gift, wie du gleich noch sehen wirst. Außerdem sind eine ganze Reihe von Co-Faktoren wichtig, die bei Jodzufuhr beachtet werden müssen. Bei einem Jodmangel empfehle ich dir deshalb das Buch von Kyra Kaufmann.


Wir schauen hier eher auf das Zusammenspiel von Jod und Selen und mögliche Folgen eines unkontrollierten Jodüberschusses gerade bei Hashimoto an. 


Die biochemischen Vorgänge in unserem Körper sind kompliziert. Deshalb hier der Versuch, das Zusammenspiel und die Entstehung von Autoimmunität und Schüben einfach darzustellen

Vorteile von Selen Ergänzungen bei Hashimoto

Es gilt mittlerweile als bewiesen, dass eine Selenzufuhr die TPO-Antikörper senken kann, zu Verbesserung der Ultraschallmerkmale der Schilddrüse und der Lebensqualität führen kann. Damit ist Selen die Nahrungsergängzung Nr. 1 bei Hashimoto. 


An dieser Stelle darf ich meinen Arzt zitieren, dass er das bei seinen Patienten immer wieder feststellt und inzwischen auch genau erkennen kann, ob sein Patient tatsächlich zuführt oder das nur behauptet. 


Bei Zufuhr therapeutischer Dosen von 200 µg/pro Tag an Selen konnte bewiesen werden, dass über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten die Antikörper der Hashimoto-Patienten um 40 % sinken können. 


Das gilt auch dann, wenn der TSH Wert als normal angesehen wird. Antikörper sind ein Frühwarnsystem und mittlerweile wissen wir, dass sie lange vor Ausbruch einer Hashimoto Erkrankung bereits erhöht sein können. Würde hier früher getestet, wäre möglicherweise Hashimoto sogar vermeidbar. 


Niedrige Selen Spiegel können zudem auch an Angstgefühlen beteiligt sein. Das gilt insbesondere bei einem Schub, der kurzzeitig zu einer Überfunktion und so auch den damit verbundenen Symptomen führt. 

Selen unterstützt die Umwandlung von T4 in T3 und schützt die Schilddrüse

Es konnte nachgewiesen werden, dass Selen den Umwandlungsprozess des inaktiven T4 in das vom Körper benötigte und aktive T3 unterstützt. Gleichzeitig schützt es die Schilddrüse dabei, dass dieser oxidative Prozess nicht zu Zellschäden führt und entgiftet zudem die dabei entstehenden Abfallprodukte.


Die bessere Umwandlung führt zu mehr Wohlfühlen, denn deine Hormonwerte verbessern sich. Auch die geringeren Entzündungen in deinem Körper tragen dazu bei, dass du dich besser fühlst. Dazu ergibt sich natürlich auch die Logik: Weniger Entzündungen = weniger Antikörper = weniger Autoimmunangriffe auf die Schilddrüse und damit bleibt der gefürchtete Schub aus.  


Was ist die richtige Dosis an Selen und wo bekommst du sie her?

Es hat sich in verschiedenen Studien gezeigt, dass eine Zufuhr von 200µg Selen pro Tag dazu geeignet ist, Antikörper zu senken. Dosierungen mit nur 100µg Selen zeigten diese Veränderungen leider nicht an. 


Ebenso zeigte sich, dass die Antikörper in einem Zeitraum von 3 - 6 Monaten bei Einnahme von 200µg Selen um bis zu 40 % sinken, aber auch wieder ansteigen können, wenn die Einnahme danach nicht mehr erfolgt. 


Bleibt die Frage, wie du nun am besten zu ausreichend Selen kommst. 


Die therapeutische Dosis von 200µg Selen ist nur mit Lebensmitteln schwer zu decken und lässt sich auch nicht ausreichend bestimmen. Die viel gerühmte Paranuss ist definitiv keine gute und vor allem nicht sichere Dosierung. Paranüsse sind häufig durch lange Transportwege und falsche Lagerung von Schimmelpilzen befallen. Dazu kommt, dass der Selen Gehalt einer Paranuss im Vergleich zu einer anderen Paranuss, der selben Charge um bis zum 10-Fachen voneinander abweichen kann. 


Das ist geeignet, um sowohl für eine zu niedrige Dosis an Selen zu sorgen, wie auch zu einer zu hohen Dosierung, die wiederum toxisch wirken kann. 


Selen Methionin und Natrium-Selenit, welches für wen und warum 

Wie du gerade gelesen hast, kann eine zu hohe Zufuhr von Selen toxisch wirken. Das liegt daran, dass sich Selen im Körper anreichern kann. 


Um das zu vermeiden, empfehle ich dir, deinen Selen-Spiegel messen zu lassen. Bei einem so nachgewiesenen Mangel empfehle ich dir Selen-Methionin einzunehmen. Es eignet sich dazu, den Selen-Spiegel gut aufzufüllen, damit du möglichst schnell die Vorteile von Selen spüren kannst. 


Wenn du keine aktuelle Messung von Selen vorliegen hast oder dein Selen Spiegel mit Methionin gut aufgefüllt ist, empfehle ich dir eher Natrium-Selenit. Diese Form von Selen reichert sich im Körper nicht an und du bist bis zu einer Bestimmung des Selen-Spiegels auf der sicheren Seite. 


Ich kann dir dazu eine eigene Erfahrung erzählen. Ich habe diesen Unterschied auch lange nicht gekannt und immer das vermeintlich beste Selen, nämlich Methionin eingenommen. Als mir dann aber stark die Haare ausgingen, kam ich ins Grübeln, denn meine Schilddrüsenwerte waren o.k. und auch sonst ging es mir gut. Bei meiner Recherche stieß ich dann auf den Zusammenhang von Selen-Überdosierung und Haarausfall. Daraufhin habe ich Selen für einige Zeit weggelassen und der Haarausfall verschwand wieder. Das war jetzt noch keine kritische Toxizität, aber ein Warnhinweis. 


Nach einer Weile habe ich den Selen Spiegel wieder messen lassen und er war in einem guten Norm-Bereich. Von da an habe ich dann Natrium-Selenit eingenommen, bis heute und mein Selen Spiegel bleibt konstant gut. Auch meine Remission mit sehr niedrigen Antikörpern hält weiter an. Damit bin ich gerade ins 6. Jahr der Remission gegangen. 

Verweise: 

1. Mazokopakis EE, Papadakis JA, Papadomanolaki MG et al. Auswirkungen einer 12-monatigen Behandlung mit L-Selenomethionin auf die Serum-Anti-TPO-Spiegel bei Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis. Schilddrüse . 2007 Jul; 17 (7): 609 & ndash; 12.


2. Stagnaro-Green A. Postpartale Thyreoiditis. Best Practices Res Clin Endocrinol Metab. 2004 Jun; 18 (2): 303 & ndash; 16.


3. Gärtner R, Gasnier BC, Dietrich JW, Krebs B, Angstwurm MW. Selenium supplementation in patients with autoimmune thyroiditis decreases thyroid peroxidase antibodies concentrations. J Clin Endocrinol Metab. 2002;87(4):1687-1691.

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