Kaffee – Wundermittel oder schädlich

Kaffee

Kaffee – Schwarzes Wundermittel oder böser Muntermacher?

Ein Gastartikel von Marta Fischer by Kaufberatung.io - mit Ergänzungen von mir 

Kultgetränk Kaffee, für die einen schwarzes Gold und der Inbegriff von Genuss. Für andere eher ein Grund zur Sorge. Doch was steckt wirklich dahinter? Wie unbedenklich ist Kaffee? Welche Wirkung besitzt er auf unseren Körper? Diese und weitere Fragen betrachten wir in diesem Beitrag einmal genauer.

Wie unbedenklich ist der Kaffeegenuss? 

Noch vor zehn Jahren wurde der Konsum von Kaffee als gesundheitsgefährdend eingestuft, galt sogar als giftig. Dabei wurde vermutet, dass durch einen überdurchschnittlichen Konsum bestimmte Krebsarten ausgelöst werden. Zur heutigen Zeit konnte dies jedoch nicht belegt werden, ganz im Gegenteil. Neueste Erkenntnisse gehen davon aus, dass bereits eine Tasse des schwarzen Getränks täglich, das Risiko für Herzkrankheiten, Krebs und neurologische Leiden sogar verringern kann. Zugleich beugt es vor Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz vor. Forscher berichten, dass der in Kaffee enthaltene Stoff Koffein den schädlichen Effekt von Cholesterin blockiert und das Gehirn vor Krankheitserregern, die aus den Blutgefäßen vordringen können schützt.

Welche Wirkung hat Kaffee? 

Wie sich die Wirkung auf den Einzelnen auswirkt ist sehr unterschiedlich. Wie stark jemand auf Kaffee bzw. auf den enthaltenen Koffein reagiert, hängt stark von der Häufigkeit des Konsums ab. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine regelmäßige Aufnahme zu einer Gewöhnung führt und der Körper weniger intensiv auf die Substanz reagiert. Mit der Zeit lässt der stark wachmachende Effekt nach.


Die Dauer des gewünschten Effektes ist davon abhängig, wie schnell oder langsam der Stoffwechsel die Substanz wieder hinaus befördert. In der Regel tritt die Wirkung nach ca. einer halben Stunde ein und hält über einen Zeitraum von bis zu vier Stunden.


In geringen Dosen wirkt Koffein belebend auf das Herz- und Kreislaufsystem, verbessert das körperlich Leistungsvermögen und fördert die Konzentrationsfähigkeit im Gehirn.

Mögliche Nebenwirkungen

Eine allgemeine Aussage zu möglichen Nebenwirkungen von Kaffeekonsum, ist nur schwer möglich. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich und hängt häufig mit anderen Faktoren zusammen. Achten Sie auf einen moderaten Konsum und auf mögliche Symptome bei einer Unverträglichkeit.


Folgende Symptome könnten auf eine Kaffeeunverträglichkeit oder Überempfindlichkeit hindeuten:

  • Schwitzen
  • Zittern
  • Übelkeit

Hinweis: Bei Kaffee-Neulingen ist diese Reaktion nicht selten und verschwindet nach einer Gewöhnungsphase wieder 

Stärkere Beschwerden wie beispielsweise: 

  • Durchfall
  • Erhöhter Puls
  • Sodbrennen
  • Nervosität oder nervöser Magen
  • Schlaflosigkeit oder Schlaf-störungen

Sollten Sie solche Symptome in Zusammenhang mit Kaffeekonsum bemerken, klären Sie das am besten mit Ihrem Arzt ab. Dabei sollte schnell herauskommen ob Sie an einer Koffein- oder Kaffeeunverträglichkeit leiden. Menschen mit einer Histaminintoleranz, leiden häufiger an einer Kaffeeunverträglichkeit, da Histamin erhöht in Kaffee (auch in Kakao) vorkommen kann und somit unangenehme Beschwerden auslöst.

Wie hilft Kaffee beim abnehmen? 

Waage und Maßband

Kaffee ist ein Fatburner. Durch seinen typischen Bitterstoff regt er den Stoffwechsel und die Verdauung an. Gleichzeitig fungiert er als natürlicher Appetitzügler und hilft Heißhungerattacken zu stoppen.


Besonders empfehlenswert ist eine Tasse starker Kaffee oder Espresso nach der Mahlzeit. Allerdings auch nur beim Verzehr ohne Zucker oder anderen Süßungsmitteln. Denn der Zucker treibt den Insulinspiegel rapide in die Höhe, um in dann genauso schnell wieder fallen zu lassen. Die Folge: erneute Erschöpfung und Müdigkeit. Für eine optimale Wirkung ist ein Zusammenspiel von gesunder Ernährung und Bewegung wichtig.


Zudem konnte eine positive Wirkung von Kaffee auf die Bildung von Keton-Körpern bei Ketogener bzw. LCHF Ernährung festgestellt werden. Demnach ist es möglich eine Verdoppelung der Keton-Werte zu erreichen. Den ausführlichen Artikel zu dieser Wirkung auf die Ketose finden Sie hier

Worauf sollte beim Konsum und Einkauf von Kaffee geachtet werden? 

Koffein wirkt bei jedem Menschen anders. Dabei spielt Sorte, Zubereitung und Röstverfahren eine große Rolle, wenn es um den Koffeingehalt von Kaffee geht. Die empfohlene Tagesdosis von 400 mg pro Tag ist  für einen Erwachsenen unbedenklich. Werdende Mütter sollten, aufgrund des Koffeins, lieber auf den Genuss während der Schwangerschaft verzichten. Die Aufnahme von Koffein kann das Wachstum des Fötus beeinflussen.

Kaffee

Besonders empfehlenswert sind Hochland-Sorten. Ebenso ist es wichtig darauf zu achten, dass der Kaffee möglichst laborgeprüft ist. Er ist sehr anfällig für Toxine durch falsche Röstung und Schimmelpilze, die gesundheitlich bedenklich sind. 

Meine persönlichen Empfehlungen sind da: Kaffee von Primal State - Flowgrade - Bullet-Proof - Braineffekt Rocket - sowie Rundumehrlich, die Sie hier auch im Überblick alle finden können. Die Preise sind natürlich qualitätsbedingt höher als beim Discounter. Das sollten wir uns und unserer Gesundheit aber wert sein. Einen ausführlichen Artikel über die Wichtigkeit der Qualität von Kaffee in Bezug auf die Toxine und Laborprüfungen mit Sortenvergleich finden Sie auch bei Paleo360

Doch wie hoch der Koffeingehalt ist, variiert stark je nach Zubereitungsart. So liegt der Koffeingehalt beim Filterkaffee deutlich höher, als beim Espresso. Dies ist durch die jeweilige Röstung (z.B. Espresso-Bohnen) bedingt.


Für einen vollkommen Genuss, achten Sie am besten auf die erwähnten Qualitätsmerkmale, und wählen Ihre Lieblings-Zubereitungsart aus. 

Wenn Sie sich da schwer entscheiden können, ist ein Kaffeevollautomat eine gute Wahl. Mit diesen Geräten können Sie immer individuell entscheiden, wie Sie gerade Ihren Kaffee genießen wollen.

Für ein hochwertiges Gerät, lassen Sie sich am besten beim Kauf Ihres Kaffeevollautomatens fachkundig beraten.

Kaffee

Was tun bei Unverträglichkeit?

Im Falle einer Unverträglichkeit, müssen Sie nicht notwendigerweise komplett auf Ihren Kaffeegenuss verzichten. Bei Magenbeschwerden oder Sodbrennen, empfiehlt es sich häufig einen Espresso an Stelle eines Filterkaffees zu trinken. Durch das kürzere Brühverfahren, weisst der Espresso deutlich wenigere Säure auf und ist somit Magenfreundlicher. Leiden Sie unter Herzrasen oder Einschlafstörungen, könnte ein Wechsel zu entkoffeinierten Kaffee helfen. Gerade bei entkoffeinierten Sorten ist die laborgeprüfte Qualität dringend empfohlen. Generell sollten Sie herausfinden, welche Menge oder Zubereitungsart für Sie optimal ist.


Um die Magenschleimhaut nicht unnötig anzugreifen, ist es sinnvoll, vor dem Kaffeekonsum etwas zu essen. Auch die Idee unserer österreichischen Nachbarn ist sehr hilfreich. Dort wird im Café immer ein Glas Wasser dazu serviert. 

Fazit

Moderater Kaffeegenuss von etwa drei Tassen am Tag ist nicht schädlich für die Gesundheit. Im Gegenteil, es kann sogar gesundheitliche Vorteile haben. Vielleicht versuchen Sie Ihren Kaffee pur, ohne die ungesunden zuckerreichen Produkte und Kohlenhydrate, die man häufig dazu verzehrt, zu genießen. Eine schicke Sahnehaube (in Österreich heißt ein doppelter Espresso mit Sahne "Einspänner") ist Genuss pur. Genießen Sie die herrlich aromatische Bohne, als das was sie ist: ein Genussmittel.


Eine tolle Möglichkeit Ihren Kaffee zu genießen, ist der Bullet-Proof-Kaffee. Das Rezept dazu finden Sie hier






Bei den Empfehlungen zu Kaffees handelt es sich um eigene Affiliate-Links von Amazon. Alle weiteren Produktlinks sind Produktplazierungen der Autorin des Gastartikels. 

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