Mit Hashimoto in Bestform? Ja- das geht!

Was ist eine Hashimoto-Erkrankung eigentlich?


1912 wurde die Krankheit durch den japanischen Arzt Hakaru Hashimoto erstmals beschrieben und in der Folge auch nach ihm benannt.


Näheres dazu bei Wikipedia

Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse führt und bei der infolge eines fehlgeleiteten Immunprozesses das Schilddrüsengewebe zerstört wird.

Soweit die Theorie und Erklärung. Was dabei erkennbar wird ist, dass Hashimoto grundsätzlich keine Erkrankung der Schilddrüse, sondern des Immunsystems als Autoimmunerkrankung ist. Die Folge: eine primäre Schilddrüsenunterfunktion ist somit ebenso wie alle damit zusammenhängenden Beeinträchtigungen ein Symptom der Autoimmunerkrankung und nicht eine Schilddrüsenerkrankung.

Hashimoto ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankung von der weit häufiger Frauen als Männer betroffen sind. Hier liegen auch mögliche Erklärungsversuche für die Ursachen.
Häufig findet eine familiäre Häufung statt, d. h. die Veranlagung , eine Autoimmunerkrankung zu erleiden, wird vererbt. Heute sind sich Mediziner ziemlich sicher, dass die Erkrankung selbst einen zeitlichen Zusammenhang mit hormonellen Umstellungen wie Pubertät, Schwangerschaft und Wechseljahren, sowie hohen Belastungssituationen (Stichwort: Stress) bildet.
Mein Großvater litt an perniziöser Anämie, meine Großmutter an Rheuma, eine Tante von mir an Basedow, die allesamt den Autoimmunerkrankungen zugerechnet werden.

Wie mein Arzt mir kürzlich mitteilte, steigt die Zahl der Erkrankungen beständig weiter an und immer häufiger sind schon sehr junge Frauen davon betroffen.
Während ich mir ein paar (unbestätigte und lediglich persönliche) Gedanken darüber gemacht habe, wie weit ein Zusammenhang mit dem atomaren Zwischenfall von Tschernobyl bestehen könnte, sind sich eine ganze Reihe von Fachleuten ziemlich sicher, dass auch die frühe Einnahme von oralen, hormonellen Verhütungsmitteln bei jungen Mädchen einen großen Anteil an der Zunahme dieser Erkrankung haben.

Das leuchtet auch ein, denn wenn Pubertät mit ihren hormonellen Umstellungen einen zeitlichen Zusammenhang mit der Erkrankung aufweist, dann erscheint eine Zusatzbelastung mit hormonellen Zugaben (insbesondere Östrogen) erst recht als Zusatzbelastung, die bei entsprechender Veranlagung auslösend wirken kann.

Wenn Du aber an Hashimoto erkrankt bist, dann ist für Dich wichtiger, wie Du bestmöglich damit deine Lebensqualität und Wohlbefinden erhalten kannst, als intensive Ursachenforschung, warum es gerade Dich erwischt hat.

Für Dich ist es viel wichtiger ist es deshalb zu wissen, dass die Erkrankung zu den polyendokrinen Autoimmunerkrankungen zählt. Poly bedeutet mehrfach und besagt hier, dass Hashimoto selten allein, sondern häufig zusammen mit weiteren Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ I – Zöliakie und Morbus Addison auftritt, oder diese nach sich zieht.

Tatsächlich begleiten uns Hashimoto-Erkrankte sehr häufig bis fast immer, Nebennierenschwäche (die Insuffizienz der Nebennieren ist besagtes Morbus Addison. Morbus Addison ist Ärzten bekannt, während kaum ein Arzt die Nebennierenschwäche kennt oder ernst nimmt), sowie das sogenannte Leaky Gut Syndrom (löcherige Darmwand, wie sie als Folge von Zöliakie, der Gluten Unverträglichkeit bekannt ist).

Gerade durch Leaky Gut entsteht aber auch eine Art Teufelskreis für viele Hashimoto-Betroffene. Denn Hashimoto bedingt einen erhöhten Nährstoffbedarf insbesondere bei Vitamin D, Zink, Selen, Magnesium. Durch die löcherige Darmwand des Leaky Gut Syndroms sind aber gerade diese Nährstoffe für uns nicht verfügbar, weil sie uns verloren gehen. Eine von vielen Folgen ist der häufige Mangel an Energie, bleierne Müdigkeit, Erschöpfung, und Wassereinlagerungen.

Umso mehr ist es für Hashimoto-Betroffene sinnvoll und sehr wichtig, auf Gluten zu verzichten, wie es besonders stark in Weizen und deren Folgeprodukten vorkommt. Gluten ist ein Antinährstoff, bei dem es inzwischen als sehr wahrscheinlich gilt, eine Hauptursache für Leaky Gut zu sein, oder dieses zumindest sehr stark zu begünstigen. Auch Hülsenfrüchte enthalten viele Antinährstoffe wie Lektine die neben der Begünstigung von Löchern in der Darmwand zudem noch wichtige Mineralstoffe an sich binden und damit für den Körper unbrauchbar machen.

Bei dem erwähnten höheren Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen also sehr kontraproduktiv für das Wohlbefinden bei einer Hashimoto Erkrankung.Abgesehen davon, dass Soja ebenfalls zu den Hülsenfrüchten zählt, ist Soja ein absolutes Tabu bei Hashimoto. Wie mein Arzt wörtlich sagte: „Soja bei Hashimoto ist Selbstmord für die Schilddrüse“.

Das sagt eigentlich alles.Aber der Grund dafür soll auch nicht verborgen bleiben: Soja und Produkte daraus, enthalten neben möglichen Genmanipulationen sehr viele pflanzliche Hormonstoffe die ein extrem ungünstiges Wechselspiel mit den Schilddrüsenhormonen bilden.

Der Verzicht auf Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Soja zeigt bereits eine erkennbare Nähe zur Paleo-Ernährung. Und tatsächlich ist es so, dass eine sehr nährstoffreiche und möglichst natürliche Ernährungsweise wie die Paleo-Ernährung sehr empfehlenswert bei Hashimoto ist. Ergänzend wird mit einer Paleo Ernährung, die Zufuhr von Zusatzstoffen aus industrieller Verarbeitung minimiert bis ausgeschlossen. Viele dieser Zusatzstoffe greifen in das natürliche Hormonsystem ein oder fördern Entzündungen im Körper.

Dagegen versorgen Gemüse und Obst aus ökologisch biologischen Anbau, sowie gutes Weidefleisch aus artgerechter Haltung, unseren Körper mit wichtigen Nährstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen, von denen wir, wie wir wissen, besonders viel benötigen, weil unser Bedarf daran besonders hoch ist.

Bei Jod scheiden sich, gerade in letzter Zeit die Geister. Inzwischen gibt es durchaus Untersuchungen dazu, das auch Hashimoto-Patienten unter Jodmangel leiden können, was sich ungünstig auf das Wohlbefinden auswirkt. Andererseits galt über Jahrzehnte hinweg Jod als extrem ungünstig bei Hashimoto, weil es Entzündungsprozesse der Schilddrüse begünstigt.Die Wahrheit liegt wahrscheinlich, wie so oft, irgendwo dazwischen.

Nicht nur bei Hashimoto sollte jeder auf die heute bei der Industrie in deren Produkten vorhandene und als ach so gesunde Jodierung von Lebensmitteln (u. a. insbesondere auch in Brot und Backwaren) verzichtet werden.

Eine zusätzliche Zufuhr von Jod als Iodoral in Tablettenform oder Lugollsche Lösung sollte niemals auf eigene Faust erfolgen, wenn Hashimoto vorliegt.

Einen Mangel an Jod kann man recht gut über einen Hauttest mit Lugollscher Lösung selbst durchführen. Danach gehört aber eine mögliche Jod-Zufuhr eindeutig in die Hand eines erfahrenen Arztes oder Heilpraktikers, der sich mit dem Thema auskennt. (Leider nicht sehr leicht zu finden, da viele Schulmediziner die Jodzufuhr bei Hashimoto grundsätzlich ausschließen)

Der Grund für diesen dringenden Hinweis liegt darin, dass eine eigenmächtige Zufuhr besonders negativ wirkt, wenn sie z.B. gerade zu einem Entzündungszeitpunkt und damit einem „Schub“ erfolgt. Dann fördert sie die weitere Zerstörung des Schilddrüsengewebes.Damit sind wir auch bei einem weiteren Aspekt der Erkrankung angekommen.
Den chronischen Entzündungsprozessen im Körper und der Autoimmunreaktion darauf.



Ständig finden in unserem Körper Entzündungen statt. Das ist letztlich auch gut so, weil das die Reaktionen des Körpers auf Krankheitsfaktoren sind, um Krankheiten abzuwehren.

Schwierig und problematisch wird es, wenn Entzündungen überhand nehmen und damit das Immunsystem schwächen. Eine beständige hohe Entzündungsrate mit entsprechender Immunabwehr kann also logischerweise das Immunsystem überlasten und auch dazu führen, dass es entgleist.
Bei Hashimoto kommt erschwerend die Fehlprogrammierung der Autoimmunreaktion dazu, bei der sich das Immunsystem und die Abwehrreaktion, nicht gegen die Entzündung, sondern gegen das eigene Körpersystem richtet.

Deshalb ist es sehr wichtig, auf eine Ernährung zu achten, die Entzündungen vermeidet und nicht auch noch fördert.

Von Gluten ist bekannt, dass es „Entzündungen“ regelrecht befeuert. Auch deshalb sollte Gluten möglichst völlig gemieden werden. Eine kohlenhydratreiche Ernährung wirkt sich ebenfalls negativ aus, da sie über die Blutzuckerregulation den Insulinspiegel erhöht. Diese Insulinreaktion wirkt ebenfalls entzündungsfördernd. Viele Pflanzenöle weisen ein ungünstiges Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren auf. Während Omega 3 Fettsäuren wie in Fisch und Fischöl sich eher entzündungshemmend auswirken, wirkt ein Überschuss von Omega 6 entzündungsfördernd. Gerade deshalb sollte neben Fischöl überwiegend Kokosöl, Ghee und Butter, sowie hochwertiges natives Olivenöl verwendet werden.

Andere Pflanzenöle wie z. B. Sonnenblumenöl, sollten möglichst nicht, oder nur in sehr geringen Mengen Verwendung finden. Rapsöl gilt es wegen seines ungünstigen Omega 6 zu Omega 3 Verhältnisses, aber auch wegen seiner starken industriellen Verarbeitung zu vermeiden.
Nebenbei bemerkt ist es für unseren Körper sehr anstrengend und schwierig, das gute Omega 3 aus pflanzlichen Quellen zu nutzen. Mit Omega 3 aus tierischen Quellen erleichtern wir ihm diese Arbeit enorm.
Obwohl ich selbst nicht von Nahrungsmittelunverträglichkeiten betroffen bin (man muss ja nicht alles haben) leiden neben Nebennierenschwäche und Leaky Gut auch sehr viele Hashimoto-Betroffene an Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Oftmals sind diese auch gar nicht direkt erkennbar, weil man kleine Beschwerden nicht unbedingt einem bestimmten Nahrungsmittel zuordnet. Dies ist z.B. häufig bei Milchprodukten so. Eine leichte Verstopfung oder öfter mal ein leichter Durchfall wird von uns selbst nicht unbedingt dem Konsum von Milchprodukten zugeordnet, die über bestimmte Milchproteine sowie eine ebenfalls relativ hohe Insulinausschüttung, ebenfalls eher entzündungsfördernd wirken.

So wie es Lebensmittel gibt, die eher Entzündungen fördern, gibt es natürlich auch Lebensmittel die eher entzündungshemmend wirken.

Dazu zählen insbesondere fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder das koreanische Kimchi. Wer sich ein wenig damit befasst, stellt zudem fest, dass es darüber hinaus viele weitere Gemüsesorten gibt, die sich sehr gut fermentieren lassen. Dabei sollte am besten selbst fermentiert, und das Gemüse nach der Reifung roh verzehrt werden. Ein weiterer Vorteil der fermentierten Lebensmittel ist, dass durch die Fermentation viele sogenannte „Gute Bakterien“ entstehen, die sich gut auf unsere Darmgesundheit auswirken. Diese würden jedoch bei einer Erhitzung und Garen durch kochen wieder zerstört.

Dagegen sind fermentierte Milchprodukte wie Kefir oder Käse, da hier oft hohe Mengen an schädlicher Arachidonsäure enthalten sind, eher ungünstig und sollten gemieden werden.

Grüne Blattgemüse, Zwiebel und Kohlgemüse wirken ebenfalls entzündungshemmend und hier besonders Broccoli sowie auch Knoblauch.
Obst sollte wegen des oft hohen Fructose Anteils nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Als entzündungshemmend gelten dabei Beerenfrüchte und insbesondere Heidelbeeren sowie über die Enzyme Bromelain Ananas (ist allerdings sehr zuckerhaltig) sowie Papain in Papaya.

Der mir bekannte höchste Entzündungshemmer ist Kurkuma. Damit Kurkuma vom Körper richtig genutzt werden kann, sollte immer auch Piperine, also schwarzer Pfeffer enthalten sein.


Goldene Milch

​Die sogenannte „Goldene Milch“ ist ein sehr leckeres und gutes Mittel um Kurkuma aufzunehmen, zumal sie auch für eine gute Leberentgiftung sorgt.

Wenn wir uns also diese Auswahl anschauen und sie zusammen mit dem Verzicht auf Getreide, Soja, Hülsenfrüchte und Lebensmittel aus industrieller Verarbeitung betrachten, fällt schnell auf, dass diese Empfehlungen stark mit dem Ernährungsprinzip von Paleo übereinstimmen.

Die amerikanische Ärztin Dr. Sarah Ballantine, die selbst von Hashimoto betroffen ist, hat das Prinzip angelehnt an das Autoimmunprotokoll von Terry Wahls (ebenfalls mit Multipler Sklerose von einer Autoimmunerkrankung betroffen), und weiter in ein Paleo orientiertes Autoimmunprotokoll überführt.

Beim Autoimmunprotokoll (kurz AIP) handelt es sich um eine Auslass-Diät, die zu Beginn starke Einschränkungen in der Lebensmittelauswahl enthält, um den Körper von möglichst vielen Entzündungsauslösern zu befreien und ihm die Gelegenheit zu geben, sich belastungsfrei erholen zu können.

Danach werden schrittweise zuvor eliminierte Lebensmittel wieder eingeführt und die Reaktion des Körpers darauf beobachtet. Alles was gut vertragen wird, erweitert den Speiseplan und alles was nicht, oder noch nicht vertragen wird, bleibt aus der Ernährung heraus.

Wie so vieles in unserem Leben ist auch Hashimoto sehr individuell. Es gibt einfach nicht „die Hashimoto-Behandlung“ die für jeden gilt und bei jedem gleich wirkt. Auch die verschiedenen Maßnahmen, sei es in der Ernährung, bei der Bewegung und dem persönlichen Lifestyle wirken bei jedem anders. Sowohl im Positiven, wie auch im Negativen.

Genauso  individuell ist bei jedem Betroffenen der Bedarf an Nährstoffen, also auch die mögliche Notwendigkeit hier mit Nahrungsergänzungen zu unterstützen. 


Du machst schon vieles richtig, wenn Du die Hinweise dieses Artikels beachtetest, aber dieser Artikel kann eine individuelle Beratung und persönliche Unterstützung nicht ersetzen. Das kann und soll so ein Informationsartikel auch gar nicht. Dann wäre er ebenso wenig individuell wie ein anonymisierter Massen-Kurs, der nicht auf die speziellen Bedürfnisse eines jeden Betroffenen eingehen kann. 

  

Ich habe selbst durch die Ernährungsumstellung und all dem Wissen, was ich mir inzwischen über diese Erkrankung aneignen konnte erreicht, dass meine Erkrankung seit geraumer Zeit keinerlei Einschränkungen mehr für mich bedeutet. Man könnte sagen: Mr. Hashimoto ist auf unbestimmte Zeit in Urlaub gegangen. Und unter uns gesagt, darf er gerne in Urlaub bleiben oder noch besser, in Rente gehen. Der Fachausdruck dafür ist „Remission“.

Die Lebensqualität die ich dadurch erreicht habe, macht mich so happy und begeistert mich so, dass ich dieses Wissen mit möglichst vielen, ebenfalls Betroffenen teilen und ihnen helfen möchte, sich diese Lebensqualität ebenfalls wieder zurück zu erobern.

Deshalb ist auch eine umfassende Hashimoto-Beratung und Begleitung bei Ernährungs- und Lifestyle-Umstellung einer meiner Schwerpunkte in der Beratungspraxis.

Zudem bin ich überzeugt, dass nur eine sehr individuelle Beratung mit jedem Betroffenen wirklich hilfreich ist. Dies umso mehr, als selbst der Beste Arzt, die Themen Ernährung bei Hashimoto und die entsprechenden milden Bewegungsprogramme die eine Verbesserung der Erkrankung bewirken können, weder zeitlich noch aufgrund auch gesetzlicher Vorgaben leisten kann. Hashimoto ist nicht heilbar, aber es ist möglich mit dieser Krankheit dennoch bestmögliche Lebensqualität zu erreichen, bis hin zu einer Remission.

Und wer, wenn nicht jemand der selbst betroffen ist und bereits einige Dinge selbst erprobt hat, kann mit Rat und Tat einem anderen Betroffenen zur Seite stehen?

Noch ein Wort zur klassischen medizinischen Behandlung bei Hashimoto. In der einschlägigen Literatur sowie auch bei Wikipedia wird beschrieben, dass die als Folge von Hashimoto einsetzende Schilddrüsenunterfunktion gut einstellbar ist, mit Zugabe der fehlenden Schilddrüsenhormone. In der Regel wird hierzu L-Thyroxin und damit FT4 gegeben. Dieses FT 4 wird im Körper zu der aktiven Form FT3 umgewandelt, die das Stoffwechselsystem versorgt.

Ist diese Umwandlung gestört, erfolgt meist eine alternative Medikamentation mit einer Kombination von FT4 und FT3 Gaben.
Leider kommt es damit zwar oft zu einer Verbesserung der Schilddrüsenwerte von TSH, FT4 und FT3, während dennoch vom Patienten keine oder nur wenig körperliche Verbesserung wahrgenommen wird. Ebenso wird bedauerlicherweise dann oft unterstellt, dass die wahrgenommenen Symptome nicht mehr Folge der Erkrankung sind, denn die Werte sind ja gut, sondern das die Symptome psychischer Natur sind.

Das ist so einfach nicht richtig – und lässt Hashimoto-Patienten oftmals verzweifeln, denn ihre Symptome sind echt und keineswegs eingebildet. 

Bruce Five beschreibt in seinem Buch „Das Keto-Prinzip“ u. a. das sogenannte „Dennis-Wilson-Syndrom“. Dabei handelt es sich um einen Anstieg des Wertes von rT3, der besagt, dass der Körper nur bedingt FT3 aufnimmt und eben dieses rT3 als resverative Form im Blut ungenutzt ansteigt. Neben ketogener Ernährung und erhöhter Zufuhr von Kokosöl ist es bei reiner Medikamentation mit FT4 nötig, mit ärztlicher Hilfe, die Umwandlung von FT4 in FT3 sowie besserer Nutzung von FT3 zu unterstützen, damit diese aktive Form besser vom Körper genutzt werden kann.

Ein weiterer Ansatz dem auch Heilpraktiker inzwischen folgen, ist es durch entsprechende Ernährung und Kontrolle der Schilddrüsenwerte, die Schilddrüse anzuregen, ihre Arbeit der Hormonproduktion so lange wie möglich aufrecht zu erhalten bzw. auch wieder zu verstärken, statt ihr diese Arbeit durch die Zufuhr von außen, weitgehend abzunehmen.

Die Zufuhr von außen ist und bleibt unvermeidbar, jedoch kann eine gute Kontrolle der Werte helfen, nicht soviel zuzuführen, dass die Schilddrüsenfunktion der Hormonproduktion immer weiter herab gesetzt wird.

Die Unterstützung der Funktion u.a. auch mit Jod-Therapien bei Hashimoto steckt leider noch stark in den Anfängen und sollte, wie schon erwähnt nur in Begleitung eines fachkundigen Mediziners erfolgen.

Es gibt aber auch kleine natürliche Tricks um die Schilddrüse zu mobilisieren. Eines von diesen Mitteln ist die morgendliche kalte Dusche. Sie ist sicher, besonders zu Beginn, eine echte Herausforderung. Es gilt jedoch als erwiesen, dass die Kalte Thermogenese die hierdurch ausgelöst wird, sowohl insgesamt positiv auf den Stoffwechsel wirkt, wie auch die Schilddrüse positiv anregt.

Selten haben wir es in der Hand, ob wir eine Autoimmunerkrankung erleiden. Insofern ist Hashimoto Schicksal.

Aber wir haben sehr viel in der Hand um uns auch mit und trotz Hashimoto gesund, fit und schlank fühlen zu können.

Gerne stehe ich für weitere Fragen zum Artikel und zu Besonderheiten bei einer Ernährungsumstellung zur Verfügung. 

Fotorechte: Hashimoto (Ghazil) Dropped Duck (Romolo Tavani) Immunabwehr (psdesign1) by Fotolia - Goldene Milch by Fotosearch - Kurkuma by Pixybay

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